PLANUNGSSTOPP

Pressemitteilung der BI Planungsstopp

bi02.jpg

Bürgerversammlung will Planungsstopp für Grube Carl und beschließt Gründung einer Bürgerinitiative

Einen sofortigen Planungs- und Baustopp für die Baufelder 5 und 6 auf Grube Carl forderten am vergangenen Mittwoch ca. 50 Frechener Bürgerinnen und Bürger, die auf Einladung der Fraktion„Perspektive für Frechen“ zu einer Bürgerversammlung im Hotel Frechener Hof zusammengekommen waren.

Die Anwesenden waren sich darin einig, dass nur dadurch noch die Möglichkeit besteht, alle bisher ungeklärten Probleme in einem öffentlichen und transparenten Verfahren unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit zu prüfen und Lösungsalternativen zur Diskussion zu stellen.

Nach einer kurzen Einführung ins Thema folgte eine angeregte Diskussion über die möglichen Auswirkungen. Es bestand breiter Konsens, dass in der bisherigen politischen Diskussion die möglichen Folgen der weiteren Bebauung nicht ausreichend thematisiert wurden.

So war vielen der Anwesenden nicht bewusst, dass die noch vorhandenen Freiflächen im Hangbereich des Ville-Osthanges von ganz entscheidender Relevanz für die Kaltluftbildung sowie den Kaltluftabfluss sind. Diese Kaltluftströme tragen entscheidend zur Belüftung der unterhalb liegenden und stärker mit Luftschadstoffen belasteten Wohngebiete bei.

Jede weitere Bebauung dieser Flächen verschlechtert die Durchlüftung der Frechener Kernstadt. Die Effekte des Klimawandels, der für das Rheinland deutliche steigende Temperaturen erwarten lässt, werden sich dadurch noch verstärken.

Einigkeit bestand auch darüber, dass die Frechener Kernstadt nur über sehr wenige fußläufig erreichbare Erholungsbereiche verfügt. Jede weitere Bebauung von bisher unbebauten Flächen reduziert die noch vorhandenen Naherholungsräume. „Frechen muss wieder grüner werden“ erklärte O.Boldt, unter zustimmendem Nicken der Anwesenden.

Auch die heute bereits angespannte Verkehrssituation im Stadtteil selber sowie auf der als Zufahrtsstraße genutzten Rosmarstraße sorgte für rege Diskussionen. „Wenn der Verkehr weiter so zunimmt, so sollte ich wohl verkaufen“ erklärte eine Anwohnerin der Rosmarstraße.

Auf wenig Begeisterung stießen auch die Pläne der Verwaltung, im ersten Schritt ein Baugebiet für hochpreisige Ein- und Zweifamilienhäuser realisieren zu wollen. Frechen muss sozialer werden, so der allgemeine Tenor: „Es fehlen Sozialwohnungen in Frechen“ erklärte der Stadtverordnete Uwe Tietz: „insbesondere auch vor dem Hintergrund der zahlreichen Flüchtlinge, die angekommen sind und nun hier bleiben wollen.“

Um der Forderung nach einem sofortigen Planungsstopp Nachdruck zu verleihen, wurde die Gründung einer Bürgerinitiative beschlossen.

BI Planungsstopp: Pressereaktionen

20151210_radioerft.jpg

20151212_sonntagspost_ps.jpg

Aus: Sonntagspost v. 12.12.2015

EIN PARK FÜR FRECHEN

Die Idee lautet: „EIN PARK FÜR FRECHEN“ und beschreibt die Umwandlung des Baufelds 6 (die Fläche zwischen Wasserturm und Grefrather Straße), in einen öffentlichen Park für alle Frechener BürgerInnen.

Was soll damit erreicht wwerden?

  1. Die Frechener Kernstadt verfügt nur über wenige naturnahe Erholungsräume. Diese liegen alle am westlichen Rand der Kernstadt: der Rosmarpark und der Grünzug zwischen der alten Wohnbebauung und den Gewerbeflächen der Quarzsandgrube.
  2. Wird ein Teil der ursprünglich für die Bebauung vorgesehenen Fläche eine Parkfläche umgewandelt, so reduziert sich damit automatisch die Verkehrsbelastung, ebenso wird die bestehende Infrastruktur (Schulen / Kinderbetreuung) entlastet.
  3. Die landschaftlich schönsten Flächen sind die Ville-Hanglagen, die bei guten Wetterbedingungen einen Blick weit ins Bergische und ins Siebengebirge erlauben. Diese Hanglagen sollen bebaut werden, die Aussicht wird privatisiert. Das hat aber negative Folgen für die die Luftqualität in der Innenstadt, denn bei den vorherrschenden Westwinden wird die Bebauung der Hanglagen zu einer Verschlechterung der Belüftung der Innenstadt führen.
  4. Der Rosmarpark ist ein kleiner, überschaubarer Park. Er scheint jedoch zu klein, um als innerstädtische Naherholungsfläche breit akzeptiert zu werden. Die Parkidee reagiert auf diese doch begrenzte Akzeptanz des bestehenden Parks, indem die Parkfläche nach Norden hin auf der anderen Seite der Rosmarstraße erweitert werden soll.

Diese Idee wurde 2013/2014 an die grüne Stadtratsfraktion herangetragen und im Rahmen einer Ortsbegehung vorgeführt. Ursprünglich sollte der PARK FÜR FRECHEN Teil des grünen Kommunalwahlprogramms werden. In den innerparteilichen Diskussionen wurde der konkrete Vorschlag dann ins Allgemeine verschoben:

„Der Stadtteil Grube Carl ist nur ein Beispiel für diese planlose Siedlungspolitik, bei der von Seiten der Stadt und der Investoren viel versprochen und wenig gehalten wurde.

Wir Grünen stehen für eine Stadtentwicklung, die auf attraktive Zentren und Wohngebiete setzt und einer flächenzerstörenden Siedlungspolitik den Riegel vorschiebt. Baulücken sollen geschlossen werden. Wir wollen mehr Leben in der Innenstadt und den Zentren der einzelnen Stadtteile und daher dort das Wohnen und eine mittelständische Einzelhandelsstruktur fördern.“

Von den drei damals an der Ortsbegehung Beteiligten hat einer, H.-P. Schumacher, die Grünen noch vor den Kommunalwahlen im Streit verlassen. Er hospitiert jetzt bei der FDP-Fraktion. Ein weiterer, J.Weidemann, hat sich im Widerstand gegen die Jamaika-Koalition verschlissen. Er hat die Fraktion zusammen mit S.Neumann verlassen. Beide haben sich der SPD-Fraktion angeschlossen. Vor diesem Hintergrund und den bisherigen Erfahrungen mit der lokalen schwarz-grünen Politik ist klar, dass diese Idee bei den Grünen keine weitere Rolle mehr spielt. Jamaika hat bisher auch nicht erkennen lassen, dass an den Plänen für Grube Carl auch nur ein Jota verändert werden soll. Im Rahmen des laufenden Bürgermeisterwahlkampfs war von einigen engagierten Sozialdemokraten versucht worden, den BM-Kandidaten der SPD Ferdi Huck für diese Idee zu begeistern. Doch F.Huck wünscht keine Änderung an den bisherigen Plänen. Ferdi Huck bleibt Bob der Baumeister.

Ein Park für Frechen: Presse

Aus: Wochenende Frechen v. 15.07.2015

planungen/planungsstopp.txt · Zuletzt geändert: 2015/12/14 13:51 von schoberc
chimeric.de = chi`s home Creative Commons License Valid CSS Driven by DokuWiki do yourself a favour and use a real browser - get firefox!! Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0