Baufortschritte

Berichte vom Baufortschritt

Es läßt sich nicht gut an. In den Unterlagen der Schulausschusssitzung vom 20. März 2013 fand sich folgende Bemerkung:

„Nach der Unterbrechung der Projektphase 0 (Projektentwicklung u. Projektdefinition) am 13.12.12 wurde der Vergabeprozess zur Beauftragung des Projektsteuerers gestartet. Durch europaweite Bekanntmachung der Ausschreibung Projektsteuerung wurde eine gute Beteiligung am Wettbewerb erreicht. Eine begrenzte Anzahl der Teilnehmer am Wettbewerb wurde nach Auswertung der Teilnahmeanträge in der 10. KW 2013 zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Die Beauftragung eines Projektsteuerers ist für den Zeitraum 22. – 24. KW 2013. Nach Beauftragung des Projektsteuereres wird die Projektphase 0 wieder aufgenommen und fortgeführt und die Projektentwicklung u. Projektdefinition abgeschlossen.“

In Reindeutsch übersetzt heißt das ja wohl, dass am 13.12.2012 die weitere Planung des Neubaus der Lindenschule unterbrochen worden ist. Man hofft bei der Stadt, dass Anfang Juni ein Projektsteuerer wieder in die Planung einsteigen kann. Das deutet auf eine deutliche Verzögerung in der Umsetzung hin.

Laut der Haushaltsrede des Vorsitzenden der SPD-Fraktion Hans Günter Eilenberger vom 09.04.2013 scheint sich das nun zu konkretisieren:

„Was soll man von so einer Planung von seiten der Verwaltung halten? Ist das Absicht oder Unvermögen? Wir sehen es hier als ein Gebot der Ehrlichkeit, dass die Verwaltung hier in Zukunft realistischere Zahlen aufbietet und keine potemkinschen Dörfer mehr aufbaut. Konkret bedeutet dies, dass bei den Hochbaumaßnahmen die Mensa und die Fachräume des Gymnasiums noch immer nicht im Betrieb sind. Die Schulraumversorgung in der Burgschule und der Lindenschule, einschließlich des Mensamodulbaus der Burgschule, werden wesentlich später als im letzten Jahr geplant, fertig gestellt.“

Das klingt nicht vertrauenserweckend.

Das geht auch uns an!

(24.01.2014)

Am 29. Januar 2014 debattiert der Schulausschuss über die Raumsituation an den Frechener Schulen. Im Vordergrund steht die Situation an der Johannes-Schule in Königsdorf und vermutlich die Situation am Gymnasium.

In Königsdorf ist eine Erweiterung der Grundschule in Planung, die, so scheint es, sich bereits in der Planungsphase als zu klein erweist und das Gymnasium steht vor massiven Problemen, da immer mehr Frechener Kinder auf’s Gymnasium drängen. Es fehlen aber die notwendigen Klassenräume. Alternativen, so die Eröffnung einer Gesamtschule, wie von Gutachtern 2012 vorgeschlagen, wurden im Schulausschuss immer abgelehnt.

Daneben gibt es aber eine Erklärung der SPD-Frechen, dass zukünftig keine Baugebiete mehr mit der Zustimmung der SPD rechnen können, wenn nicht die notwendige soziale Infrastruktur vorgehalten werde.

Diese Erklärung entstand vor dem Hintergrund der Lage in Königsdorf und angesichts des neuen Baugebiets in Habbelrath (Ammerweg). Hier droht nämlich perspektivisch eine mit Königsdorf vergleichbare Situation: die Gemeinschaftsgrundschule Grefrath ist 2-zügig ausgelegt. Sie darf nur 46 Kinder neu aufnehmen. In Habbelrath und Grefrath hat der Generationenwechsel begonnen. Junge Familien ziehen zu. Schon in diesem Schuljahr haben die Kinder der beiden Stadtteile ausgereicht, um die beiden vorhandenen Klassen zu füllen. Kommt das Neubaugebiet so droht die Überfüllung.

Für den Stadtteil Grube Carl bedeutet das, dass auf absehbare Zeit keines unserer Kinder in Grefrath zur Schule zu gehen kann.

Der Stadtteil ist auf die innerstädtischen Grundschulen angewiesen, in erster Linie also auf die Lindenschule, daneben kommen noch Burg- und Ringschule in die nähere Auswahl.

Die Situation ist derzeit etwas unübersichtlich. Von 88 Kindern im Einzugsbereich der Lindenschule wurden nur 48 Kinder hier angemeldet. Das ist nicht erstaunlich, da die Lindenschule abgerissen und neu gebaut werden soll. Da sprießen die Ängste, da entstehen Gerüchte. Da die Stadtverwaltung sich extrem schweigsam verhält, ist noch nicht einmal bekannt, wann denn die Kinder ins „Containerdorf auf dem Gelände der Burgschule“ umziehen werden, geschweige denn weiß man, wann die neue Lindenschule bezugsfertig sein soll.

Die neue Lindenschule soll 2,5-zügig gebaut werden, das heißt, im ersten Jahr hat die Schule 2 Eingangsklassen, im folgenden Jahr 3, dann wieder 2 usw. Legt man aber die aktuelle Zahl von 88 Kindern im Einzugsbereich zugrunde, so ergibt sich an der Lindenschule ein Bedarf von vier Zügen.

Gleichzeitig wurde Planungsstopp für den Stadtteil 2011 aufgehoben und ein Planungsbeirat ins Leben gerufne, der die weitere Bebauung der Grube Carl planerisch vorbereiten soll.

Man muss also annehmen, dass in den kommenden 2 bis 3 Jahren hier oben wieder die ersten Häuser gebaut werden sollen – und dann ziehen junge Familien ein und die jungen Familien haben junge Kinder und die Kinder sollen auf der Lindenschule eingeschult werden ………….. und dann?

Genau, dann haben wir vielleicht eine neue Lindenschule, die aber nur 2,5-zügig ist und viel mehr Kinder als die Schule vernünftigerweise fassen kann.

Aus diesem Grund wurde die Stadtverwaltung aufgefordert, in der oben genannten Sitzung nachfolgende Fragen zu beantworten:

  1. Noch fehlt eine konkrete und belastbare Planung für den Neubau der Lindenschule. Wird die weitere Ausbauplanung der Grube Carl mit der Bau- / Sanierungsplanung der Lindenschule Parallelisiert, soll heißen: kein Ausbau des Stadtteils vor Fertigstellung der schule? Wird hierzu ein Beschluss von Schulausschuss / Rat angestrebt?
  2. Bisher gehen weniger als 60% aller Kinder im Einzugsbereich der Lindenschule auf diese Schule. Auf Grube Carl gehen bisher viele Kinder nach Grefrath, im Unterdorf zieht die Ringschule. Sind die Planungen der Stadt darauf angelegt, dass ein Neubau am alten Standort solche Schulwahlpräferenzen ändern, soll heißen, ist die Zügigkeit der neuen Lindenschule darauf angelegt, dass zukünftig 80 oder gar 90% aller Kinder im Einzugsbereich die Lindenschule besuchen?
  3. In diesem Zusammenhang ist das Baugebiet Ammerstraße (Habbelrath) zu thematisieren: bisher konnten Kinder von Grube Carl nach Grefrath abwandern / ausweichen. Beim aktuellen Planungsstand ist davon auszugehen, dass Grefrath in den kommenden Jahren keine Kinder von Grube Carl mehr wird aufnehmen können, da es ausreichend Habbelrather / Grefrather Kinder geben wird. Sind diese Effekte in den Planungen der Lindenschule berücksichtigt?
  4. – oder ist die Frage zu stellen, ob die Ausbaupläne Grube Carl nicht zeitlich noch stärker gestreckt werden müssen, da eine 2,5 zügige Lindenschule bereits ohne einen Ausbau des Stadtteils komplett ausgelastet ist?

Es wird spannend sein zu beobachten, welche neuen Erkenntnisse und Zahlen uns die Stadtverwaltung präsentieren wird. Nachdem in Königsdorf alle städtischen Vorhersagen über die Anzahl der Kinder über den Haufen geworfen wurden gebietet es die menschliche Vernunft, die Pläne für unseren Stadtteil kritisch zu überprüfen.

Nicht weniger spannend wird es für die SPD werden: wie Ernst war das denn gemeint mit der ausreichenden sozialen Infrastruktur – gilt das auch für unseren Stadtteil?

Es ist doch immer was los in Frechen.

Lindenschule: es wird konkreter

29.09.2014

Am 22. September 2014 fand in der Lindenschule eine Veranstaltung zur Einführung des Offenen Ganztages statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung erklärte der Fachbereichsleiter Schulen der Stadt Frechen, dass laut den aktuellen Planungen des Neubauprojekts Lindenschule ein Umzug der Lindenschule in die Behelfsräumlichkeiten in den Winterferien 2015/16 avisiert sei. Nun wissen wir alle, dass Planungen in Frechen bis zur offiziellen Abnahme der Gebäude nur als unverbindliche Wasserstandsmeldungen zu betrachten sind. Es kann also auch alles noch ganz anders kommen, aber irgendwie verstärkt sich der Eindruck, dass es mit dem Umzugstermin doch langsam ernst werden könnte. Dazu trägt natürlich auch bei, dass die Anne-Frank-Schule ab Sommer 2015 leer steht und deren Räumlichkeiten möglicherweise Bestandteil der Behelfsschule werden können. Da auch die alte Förderschule in einem sanierungsreifen Gebäude untergebracht ist, scheint eine kleine Auffrischung des Gebäudes unumgänglich. Das kann man aber vermutlich innerhalb eines halben Jahres schaffen.

Es gibt aber zwei Themen, die angesichts der immer konkreter werdenden Planungen dringend beantwortet werden müssen.

Zu aller erst: wenn die Lindenschule in 15 Monaten raus ist aus dem alten Gebäude, dann wird abgerissen und neu gebaut. Die Planungen hierfür laufen sicherlich bereits auf Hochtouren. Nur, laut altem Beschluss aus dem Jahre 2011 plant die Stadt eine 2,5-zügige Grundschule obwohl ein hinreichend großes Risiko besteht, dass bei einem Ausbau von Grube Carl eine 2,5-zügige Grundschule niemals ausreicht. Die Schulpflegschaft der Lindenschule hat darauf im Frühsommer 2014 nochmals aufmerksam gemacht. Aber das Verwaltungshandeln ist aus Sicht einer Schulpflegschaft ein Blackbox-Verfahren. Man schmeißt was rein in die Box, aber was in der Box passiert, das entzieht sich jeder Kenntnis. Insofern ist zu befürchten, dass eine Erweiterung der Lindenschule auf 3, vielleicht sogar 3,5 Züge in den Planungen auch heute noch nicht berücksichtigt wird. Was, wenn die Schule schon bei Neueröffnung zu klein sein wird? Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

Ein zweites Thema ist die Frage, wie die Kinder denn zur Behelfsschule kommen sollen. Zumindest von der Grube Carl runter reden wir über Fußwege von rund einer halben Stunde und Streckenlängen von 1,8 bis deutlich über 2 Kilometer. Wenn es keine vernünftigen Busanbindungen für Hin- und Rückweg geben wird, ist damit zu rechnen, dass die Kinder mittels eines Autokorsos jeden Tag zur Behelfsschule gebracht und wieder abgeholt werden. Im November dieses Jahres werden die I-Dötzchen an den Grundschulen angemeldet. Es wäre sicherlich wünschenswert, wenn die Lindenschule bereits bei der Anmeldung darauf verwiesen könnte, dass ein Schülerspezialverkehr zur Behelfsschule eingerichtet wird.

Eltern lieben Planungssicherheit …. Damit ist die Lindenschule in den vergangenen Jahren nicht übermäßig verwöhnt worden, es könnte ja mal anders werden.

Die Presse hat nachgefragt

Kölner Stadtanzeiger: Termin für den Umbau steht noch nicht fest

Was lesen wir in diesem Artikel: „eine einduetige Antwort, wanne s mit dem Umbau losgehen soll, konnte der zuständige Fachdienstleiter Stephan Krämer den Eltern allerdings auch nicht geben. „Wir können nur sagen, dass es nicht auszuschließen ist, dass die Schule im Winter 2015 umziehen muss.““

Na, da war wohl der Fachdienstleiter in der Schulveranstaltung viel zu konkret. Da hatte er nämlich noch erklärt, dass er, der er zuvor in der Bauabteilung gearbeitet habe, doch über einen guten Draht verfüge und den Eltern der Lindenschulkinder einen Umzug Ende 2015 in Aussicht stellen könne.

Planungsprozess Lindenschule

Nun ist es offiziell von Seiten der Verwaltung bestätigt, dass die Lindenschule zu Ostern 2016 in die Übergangsräume der ehemaligen Anne-Frank-Schule umziehen wird. Daran anschließend steht der Abriss des Gebäudes an.

Ebenso offiziell bestätigt ist, dass die letzte Entscheidung über die Zügigkeit der Schule, also 2,5 oder 3-zügig noch nicht gefallen ist. Wichtig dabei aber: diese Entscheidung muss spätestens im November 2015 fallen. Bis dahin will der Schulausschuss sich nochmals mit dem Schulentwicklungsplan beschäftigen.

Präsentation des Entwurfs

Vgl.: Gegenentwürfe: Endlich!

KR v. 8. Mai 2015: Ausbau der Lindenschule

Grundschule

Der neue Schulentwicklungsplan für den Zeitraum 2015-2020/21 liegt vor. Neben den allseits bekannten Problemen im Sekundarbereich:

  • Niedergang der Hauptschule
  • übervolle Realschule
  • sehr spezialisiertes Gymnasium

die gemeinsam nicht in der Lage sein werden die zukünftig wachsenden SchülerInnenzahlen aufzufangen.

Schlimmer noch für unseren Stadtteil: sollte der Ausbau des Stadtteils weitergehen, so sagt uns der Schulentwicklungsplan, dass hier im Frechener Westen massiv Plätze an der Grundschule fehlen werden und die benachbarten Grundschulen nicht in der Lage sein werden, die Kinder des Stadteils aufzunehmen.

Nachzulesen HIER

schule/baufortschritt.txt · Zuletzt geändert: 2015/07/07 09:43 von schoberc
chimeric.de = chi`s home Creative Commons License Valid CSS Driven by DokuWiki do yourself a favour and use a real browser - get firefox!! Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0