Parkraum

Auch ein Thema, das zum Dauerbrenner werden wird. Je dichter der Stadtteil bebaut ist, desto deutlich wird, dass die Parkplatzversorgung nicht ausreicht. Die aktuelle Situation (Frühjahr 2012) hat dazu geführt, dass ein Bewohner der Braunkohlefrabrik sich an Presse und Politik gewandt hat: „Die sollen mir sagen, wo ich mein Auto parken soll.“ Parkplätze sind rar und teuer

Die Probleme sind natürlich allen Beteiligten bekannt: Pro Haus oder Wohnung muss ein Stellplatz zur Verfügung gestellt werden. 2 Autos sind jedoch eher die Regel als die Ausnahme. Zumindest das zweite Auto parkt denn auch im öffentlichen Raum. Wie die Stadt nochmals verkündet hat, stellt sie sich unter Parkraumbewirtschaftung bestenfalls die Parkscheibenregelung vor - d.h.: eine zeitliche Beschränkung des Parkens im Umfeld von Einkaufslagen. Das aber ist bei uns oben nicht der Fall. Hier handelt es sich um das ganz normale Parkverhalten von Anwohnern in Stadtteilen mit mehr Autos als Parkraum. Seit dem nun der städtische Ordnungsdienst regelmäßig seine Runden dreht, wird verkehrswidriges Parken am Tag geahndet, aber ab 20 Uhr stehen die Autos wieder in den Parkverbotsbereichen.

Aus unserer Sicht handelt es sich hierbei jedoch auch um eine Folge der strukturellen Änderungen innerhalb der Stadtteilentwicklung. Geplant war ein Stadtteil der kurzen Wege, also einen Stadtteil, der die Infrastruktur des täglichen Lebens vorhält. Von der Infrastruktur des täglichen Lebens findet sich aber fast nichts im Stadtteil, so dass selbst bei gutem Willen kaum auf das Auto verzichtet werden kann - Einkaufen, Kinderbespassung, Schule, Arzt - nichts, was nicht mit mehr oder weniger langen Wegen verknüpft ist.

Noch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben - ein Stadtteil der kurzen Wege würde so manche Autofahrt entbehrlich machen und im Angesicht steigender Kosten für die Mobilität auch Alternativen zum eigenen Auto Raum verschaffen. Die Frechener Form der Parkraumbewirtschaftung jedenfalls stellt keine Lösung dar.

... und was sagt die Verwaltung dazu?

Am 03. Juli 2012 beriet der Stadtrat die Anwort der Verwaltung, die an Klarheit wenig zu wünschen übrig läßt:

  • Laut Bebauungsplan ist ein Parkplatz pro Wohneinheit vorgeschrieben (vielleicht sollte die Stadt, zumindest für den geplanten weiteren Ausbau des Stadtteils, eine Erhöhung der Anzahl der Parkplätze planen.)
  • die Halte- und Parkverbote im Innenbereich der „Alten Brikettfabrik“ stehen im Zusammenhang mit Feuerwehrzufahrten und –bewegungsflächen.
  • die Straßenbahntrasse ist Bestandteil des örtlichen Grünkonzepts und darf nicht versiegelt werden.
  • Die Zufahrtsstraße „Zur Grube Carl“ ist eine „anbaufreie“ Straße, was bedeutet, dass zugunsten des ungestörten Verkehrsflusses keine Zufahrten / Ausfahrten / Haltebuchten angelegt wurden. Dies soll auch so bleiben.
  • Wie schreibt die Stadtverwaltung abschließend: „die Stellplätze im öffentlichen Raum (stellen) kein Ersatz für nicht angemietete oder gekaufte Stellplätze dar. (…) Anwohner, die über keinen eigenen Stellplatz verfügen (müssen) (…) längere Wege in Kauf nehmen. (…) Es kann nicht Aufgabe der Stadt (…) sein, bei fehlender Bereitschaft eine Investition für einen Stellplatz oder einen Garagenplatz zu tätigen, dies durch die Bereitstellung öffentlicher Stellplätze zu kompensieren.“

... und wieder ein paar Parkplätze weniger!

In der letzen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauleitplanungam 27.06.2012 hat der Ausschuss auf Antrag der Fraktion „Perspektive für Frechen-JA“ entschieden, im Bereich der oberen Rosmarstraße, also zwischen der Bushaltestelle und den Glascontainern („Alte Landstraße“) ein Parkverbot einzurichten, da es sich um eine gefährliche und unübersichtliche Engstelle handelt.

Unfallbericht

Die Parkplatzsituation in der Straße „Zum Bellerhammer“ ist zwischernzeitlich derart, dass der Bus der Linie 936 bei einer seiner letzten Abendfahrten am 28.08.2012 ein parkendes Auto im Bereich der Verengungen touchiert hat. Die Straße war beidseitig so zugeparkt, dass der Busfahrer sich verschätzt hatte. Links hat es knapp gereicht, rechts war's dann halt zu eng.

verkehrsprobleme/parkraum.txt · Zuletzt geändert: 2013/06/05 10:55 von schoberc
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